It’s not about religion

In der Schule bin ich die „Religiöse“. Ganz egal wie oft ich mich verteidige und versuche, den Irrtum zu beseitigen, die Leute lassen sich nicht überzeugen. Das kann ich aber irgendwie auch nachvollziehen, denn so ist unsere Gesellschaft nun einmal gestrickt – wer sich zum Glauben an Gott bekennt, regelmäßig den Gottesdienst besucht und zugibt, dass er die Bibel liest, der ist religiös. Schließlich bekennt er sich zu einer Religion – dem Christentum. Alles nachvollziehbar. Aber warum bin ich der festen Überzeugung, ich sei NICHT religiös?

Ich habe bei Wikipedia mal „Religion“ eingegeben, und dabei kam das heraus:

„Religion […] ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte ist, sowie häufig auch an heilige Objekte.

Eine ältere Definition für Religion lautet: „Verehrung geistiger, außer und über der sichtbaren Welt stehender persönlicher Wesen, von denen man sich abhängig glaubt und die man irgendwie günstig zu stimmen sucht“.“

(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Religion, Stand: 03.08.2019, 14:38 Uhr)

Ja, tatsächlich glaube ich an eine übernatürliche Kraft, denn Gott ist übernatürlich.

Aber zu „Religion“ gehört noch so viel mehr: „[…] Wesen, von denen man sich abhängig glaubt“. Bin ich abhängig von Gott? Ja, denn ich habe mich bewusst abhängig von Gott gemacht – aus einem guten Grund übrigens!

[…] und die man irgendwie günstig zu stimmen sucht“.Okay, hier isses vorbei! Und ich denke, hier ist der Knackpunkt. Hier wird Religion bis ins Tiefste definiert. Denn ich stellte fest, nachdem ich mich mit allen großen Religionen beschäftigt hatte (Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Islam und natürlich Christentum), dass alle fünf Religionen etwas Entscheidendes gemeinsam haben – nämlich die Angst der Menschen, vor dem Gott, den sie verehren, durch schlechte oder gar fehlende Taten und Leistungen zu versagen. Das Ziel der religiösen Menschen ist, ihren Gott durch bestimmte Rituale, Traditionen, gute Taten, Gebete und Einhalten der Gebote und Verbote gutmütig zu stimmen und sich durch besagte Dinge davor zu schützen, Opfer seines Zorns zu werden. Ihr habt sicherlich schon die ein oder andere Religion im Religionsunterricht in der Schule thematisiert und wisst bestimmt, was es für Rituale und Traditionen in den jeweiligen Religionen gibt. Und das ist in jeder Religion so – ja, auch im Christentum. Denn der Christentum IST eine Religion. Die Religionen haben sozusagen alle das gleiche Motiv: Wenn du dies und jenes machst, dich an dieses und jenes Gebot hälst, diese und jene Sünde NICHT machst, ja, dann – dann kommst du in den Hummel. Oder wie auch immer das bei den jeweiligen Religionen heißt. Auf jeden Fall ist ein schöner Ort gemeint, zu dem man gelangt, wenn man stirbt. Und weil eben genau dieser Grundsatz bei meinem Glauben nicht relevant ist, ja sogar komplett verabscheut wird, gehöre ich NICHT einer Religion an. Nein, ich gehöre nicht zum Christentum. Denn ich Muss GAR NICHTS tun um in den Himmel zu kommen. Okay, etwas muss ich tun, aber das ist tatsächlich nicht schwer – ich muss Jesus einfach in mein Herz lassen, was so viel bedeutet wie „Jesus als seinen Retter annehmen“. Den Rest erledigt Jesus! Um genau zu sein: Jesus hat bereits alles erledigt. Er ist am Kreuz gestorben für alle Sünden der Welt und zwei Tage später ist er auferstanden, weil er stärker ist als der Tod. Und ich muss NICHTS mehr tun, denn sobald ich Jesus als meinen Erlöser und Herrn angenommen habe, bin ich sozusagen im Himmel eingeschrieben. Ich erlange somit die Eintrittskarte in den Himmel, und das einfach so! Und das Schöne ist, ich bin dann nicht nur zukünftige Bewohnerin des Himmels, sondern vor allem ein KIND GOTTES! Ist das zu fassen?! Ich, ein Kind des übernatürlichen, gewaltigen, allmächtigen Gottes? Ist vielleicht schwer zu glauben, aber wenn du daran glaubst, dass Jesus dich freigemacht hat von allen deinen Sünden, dann ist das auch so! Und das Beste: Die Eintrittskarte in Gottes Familie und somit in seinen Himmel kann dir NIEMAND mehr nehmen! Ganz egal, was danach noch kommt, egal welch schlimme Sünden du danach noch machen wirst, du bist für immer und ewig gerettet. Nicht die guten Taten retten dich, nicht die Rituale, nicht das tolle Verhalten, nicht das „Gut-Sein“ – nichts davon kann dich in den Himmel bringen. Sei so gut wie du nur kannst, mach so viele gute Dinge wie es nur geht, aber es wird dir nichts bringen, solange du Jesus nicht angenommen hast und vor allem endlich verstanden hast, dass du gar nicht perfekt sein kannst! Du bist immer noch ein Mensch, der Fehler macht. Alleine wirst du niemals gut sein, aber wenn Jesus IN dir lebt, wirst du merken: Nach und nach verändert er dich und bringt gute Taten durch dich hervor.

Und das macht meinen Glauben aus: eine echte, persönliche Beziehung zu Jesus. Immer mit ihm connected sein, denn man kann jederzeit mit ihm reden. Ihm vertrauen, dass er nur das Beste für dich will, mit ihm zusammen Entscheidungen treffen, mit ihm lachen und weinen, mit ihm durch dick und dünn gehen. Denn Jesus ist nicht nur Gott, sondern er will dein allerbester Freund sein. Meiner ist er. Ohne ihn kann und will ich mir das Leben nicht vorstellen. Er ist mein Halt, wenn ich falle und meine Hoffnung, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Weil er genauso ist wie ein neuer Freund – nur besser. Schließlich ist er immer zu 100% zuverlässig und er will immer das Beste für mich.

Nur durch Jesus komme ich in den Himmel.

Religion gründet darauf, dass man bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, um in den Himmel zu kommen. Voraussetzungen, die wir kaum einhalten können und die vor allem keine persönliche Beziehung zum Gott selbst beinhalten.

Und weil das in meinem Glauben alles nicht der Fall ist, bin ich – guess what – nicht religiös.

Übrigens, falls du jetzt gemerkt hast, dass du bis jetzt als religiöser Christ gelebt hast, lass bitte die Religiosität los! Gott bezeichnet sie als Sünde. Sie versperrt dir den Weg zur völligen Freiheit in Jesus. Freiheit – frei von Sünde, frei von Geboten, Regeln und Voraussetzungen, denn allein Jesus wird dir sagen, wo es lang geht.

Okay, jetzt bin ich aber weg. Ich schließe mit den Worten „I’m not religious – I just love Jesus“.

Ich hoffe, dieses Statement macht jetzt Sinn für dich.

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